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Kategorie: Bauwerke, Deutschland

MesseTurm Frankfurt am Main

Kombinierte Pfahl-Plattengründung

Der MesseTurm ist mit 256 m eines der höchsten Hochhäuser Europas und ein Wahrzeichen der Stadt Frankfurt am Main. Der US Investor Tishman Speyer plante den Bau des MesseTurms vor fast 20 Jahren und wählte CDM Smith für die Gründung des Hochhauses aus. Wir erstellten das Baugrund- und Gründungsgutachten und arbeiteten auf Basis von Finite-Elemente-Berechnungen verschiedene Gründungsvarianten aus. Im Zuge der Bauausführung planten wir die Baugrube und die Sicherung von Nachbargebäuden inklusive der fachtechnischen Begleitung der entsprechenden Arbeiten vor Ort.

 
CDM Smith erstellte das Baugrund- und Gründungsgutachten für den Bau des Frankfurter MesseTurms und arbeitete verschiedene Gründungsvarianten aus. Im Zuge der Bauausführung planten wir die Baugrube und die Sicherung von Nachbargebäuden inklusive der fachtechnischen Begleitung der Arbeiten vor Ort. 

Warum wählte Tishman Speyer bereits damals CDM Smith aus? Frankfurt ist im Vergleich zu vielen anderen deutschen Großstädten durch einen setzungsempfindlichen Untergrund eher benachteiligt. Die Entwicklung des Hochhausbaus in der Stadt hängt daher maßgeblich mit der Beherrschung der Verformungen des Untergrundes zusammen. Die Sedimentation von Feinmaterialien im tropischen tertiären Meer ließen vor mehr als 2 Millionen Jahren bis über 100 m mächtige Tonpakete im Untergrund zurück, die äußerst setzungsempfindlich sind. Nachdem bei einigen der Hochhäuser der ersten Generation durch die noch unsichere Einschätzung des Tragverhaltens der verformungsempfindlichen Tonschichten und die fehlende Erfahrung in der Gründungstechnik, Setzungen größer 30 cm und starke Verkantungen auftraten, begann mit dem von CDM Smith gegründeten Torhaus auf dem Messegelände eine neue Ära des Hochhausbaus.

Unsere Geotechnikingenieure entwickelten damals ein neuartiges Verfahren, bei dem eine Kombination aus einer Pfahlgruppe und einer tragenden, flach gegründeten Bodenplatte die Gebäudelast in den Untergrund abtrug. Diese beim Messetorhaus so erfolgreich angewandte Gründungsvariante, die sogenannte Kombinierte Pfahl-Plattengründung (KPP), setzten wir auch für die Gründung des MesseTurms ein. Unsere baubegleitenden Messungen am Torhaus nutzten wir, um die KPP für den Gründungsentwurf dieses Gebäudes grundlegend weiterzuentwickeln. Hierbei wirken die unter der Bodenplatte angeordneten Bohrpfähle als Setzungsbremse. Das Ergebnis übertraf die gesetzten Entwurfsziele bei weitem. In der Folgezeit wurden mit wenigen Ausnahmen alle Hochhäuser in Frankfurt mittels der Kombinierten Pfahl-Plattengründung gegründet. Und die Ingenieure von CDM Smith wirkten an fast all den Bauwerken mit, die heute die Skyline der Stadt Frankfurt bestimmen.