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Kategorie: Bauwerke, Europa

Stromerzeugung aus Wasserkraft

Brandschutz im Pumpspeicherkraftwerk Vianden

Das Pumpspeicherwerk Vianden in Luxemburg zählt mit einer Nennleistung von 1,1 Gigawatt (GW) zu den größten Anlagen seiner Art in Europa. Das vor rund 50 Jahren erbaute Werk dient der Stromerzeugung in Spitzenverbrauchszeiten innerhalb des europäischen Verbundnetzes. Die Generatoren können auch Blindstrom, der die Netzleistung beeinträchtigt, vom Netz abziehen und als normalen Strom wieder einspeisen. Das Kraftwerk wird von der Société Electrique de l'Our betrieben. Deren Hauptaktionäre sind der Staat Luxemburg und die RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG).

 
CDM Smith wurde im Rahmen der brandschutz- und belüftungstechnischen Ertüchtigung des Betriebsgebäudes eines Pumpspeicherkraftwerkes mit der Objekt- und Tragwerksplanung der baulichen Anlagen, der Brandschutztüren und -tore, der Brandschutzverglasungen sowie der erforderlichen Brandschottungen beauftragt.  

Das Pumpspeicherwerk besteht aus einem Stausee am Fluss Our, aus zwei Oberbecken auf 509 m Höhe, einer unterirdischen Kavernenhalle mit einem Betriebsgebäude und einem System von Druckrohren. In den verbrauchsschwachen Zeiten wird das Wasser rund acht Stunden lang etwa 300 m hochgepumpt. Während der Bedarfsspitzen wird es in rund vier Stunden zur Stromerzeugung abgelassen. Die pendelnde Wassermenge beträgt 5,5 Mio. m³. In der 300 m langen Kaverne sind neun Einheiten, bestehend aus Turbine, Generator und Pumpe, mit einer Turbinenleistung von insgesamt 900 MW Strom untergebracht. Zwei weitere Schachtkraftwerke mit einer Leistung von jeweils 200 MW, eines davon noch im Bau, können mit einer außerordentlich kurzen Zuschaltzeit von nur 30 Sekunden ans Netz gebracht werden.

Unser Kunde hat uns im Jahr 2007 im Rahmen der brandschutz- und belüftungstechnischen Ertüchtigung des siebenstöckigen Betriebsgebäudes mit der Objekt- und Tragwerksplanung der baulichen Anlagen, der Brandschutztüren und -tore, der Brandschutzverglasungen sowie der erforderlichen Brandschottungen beauftragt. Die Arbeiten werden bis Mitte 2011 andauern. Sie sind in der Ausführungsüberwachung sehr anspruchsvoll, da alle Maßnahmen während des laufenden Betriebes ausgeführt werden. Ab 2014 soll die Kavernenhalle in ähnlicher Weise an die Anforderungen der aktuellen Vorschriftenlage angepasst werden.