Kategorie: Energie

Stromerzeugung aus Deponiegas

Deponie Werderberg nutzt das DEPO+ Verfahren®

Die Deponie Werderberg in Sachsen-Anhalt wurde von 1976 bis 2005 mit Abfällen beschickt. Die Deponie belegt eine Grundfläche von rund 7 ha und weist ein Gesamtvolumen von rund 830.000 m³ auf. Zur Nutzung des Deponiegases förderte das Landesamt für Umwelt einen Absaugversuch auf der Deponie. Dazu wurden Gasbrunnen nach dem DEPO+ Verfahren® errichtet, die in der Tiefe verfiltert sind. Diese werden mit den vorhandenen Standardgasbrunnen verglichen.

 
Unser innovatives DEPO+ Verfahren® erlaubt die effiziente Nutzung von Methan zur Energiegewinnung aus dem Deponiegas. Entscheidend für die Qualität der Deponieentgasung ist ein leistungsfähiges System der Gaserfassung. 

Unser innovatives DEPO+ Verfahren® erlaubt die effiziente Nutzung von Methan zur Energiegewinnung aus dem Deponiegas. Entscheidend für die Qualität der Deponieentgasung ist ein leistungsfähiges System der Gaserfassung. Das DEPO+ Verfahren® ermöglicht die durchgreifende Besaugung des Deponiekörpers. Abbaubare organische Verbindungen werden schnell, effektiv und nachhaltig aus der Deponie ausgetragen. So verkürzt sich die Nachsorgedauer einer Deponie nach den bisherigen Erfahrungen um den Faktor 10 bis 20.

Am Deponiestandort Werderberg stellten wir fest, dass die neuen Gasbrunnen gegenüber den verfilterten Standardgasbrunnen eine deutlich höhere nutzbare Gasmenge liefern können. Die Reichweite von bis zu 25 m bei den Standardbrunnen erhöhten wir auf mehr als 50 m bei einer Tiefenabsaugung. Eine Saugrate von 50 bis 150 m³/h pro Brunnen war zur energetischen Nutzung zu verzeichnen. Auf Basis der Versuchsergebnisse wurde die Gasfassung der Deponie auf ein Vertikalsystem für eine Förderrate von 500 m³/h ausgebaut. Das System umfasst acht neue und zwei nach dem DEPO+ Verfahren® umgerüstete Gasbrunnen. Zusätzlich installierten wir 14 Hilfspegel für das Monitoring. Die Gasbrunnen sind über Sammelleitungen und zwei Gassammelstationen mit der Absaugstation verbunden. Jeder Brunnen und Hilfspegel wird kontinuierlich über Messgasleitungen beprobt. Durch den deutlich erhöhten Erfassungsgrad ergibt sich eine entsprechend weitergehende Entfrachtung des Deponiekörpers von abbaubarer Organik, die sich positiv auf die Nachsorgezeit der Deponie auswirkt.

Wir betreiben die Gasfassung und haben die Gasverwertung im Contracting-Modell übernommen. Zur Gasverstromung wird eine Mikroturbinenanlage mit vorgeschalteter Gasreinigung eingesetzt.