Kategorie: Gewerbe + Industrie, Design-Build

Gute Beziehungen sind der Schlüssel für erfolgreiche
Design-Build Projekte

Standpunkt

Lange Zeit kam in der Industrie die Methode des "Engineering, Procurement, Construction" (EPC) beim Bau großer Anlagen zum Einsatz, wenn diese nur ein geringes Maß an individuellen Spezifikationen aufwiesen. Für besondere Lösungen, wie bei der Planung von Wasseraufbereitungsanlagen oder der Realisierung sonstiger einmaliger Projekte im Bereich der Umweltsanierung, ist der Design-Build Ansatz, der von einer Consulting-, Engineering- und Baufirma angeboten wird, oft die beste Ausführungsmethode. Hier muss der Anbieter aber in der Lage sein, eine tragfähige und vertrauensvolle Arbeitsbeziehung mit dem Kunden zu pflegen und zu unterhalten.

 
Ein echter Design-Builder schafft Vertrauen und legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit, während er das Projekt mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit für seinen Kunden zum Erfolg bringt 

Anlagenmanager schätzen seit jeher die Vorzüge von Design-Build, wie:

  • Einfache Vertragsgestaltung mit nur einem Unternehmen.
  • Hohe Ausführungsqualität aufgrund der firmeninternen Ingenieur- und Facharbeiterressourcen.
  • Straffe Terminplanung durch zeitliche Überlappung der Planungsphasen mit den Bauaufgaben.
  • Kosteneinsparungen durch die Möglichkeiten eines kreativen Entwurfs mit der direkten Einbeziehung von Änderungen im Bauablauf, Einkauf von Ausrüstungen im Voraus und Nutzung anderer Strategien.

Der Design-Build Ansatz bedarf einer besonderen Herangehensweise. Änderungen im Planungsprozess sind hier vollkommen normal. Die traditionelle Planung umfasst eine Vielzahl von Details, um die spätere Ausführung möglichst genau vorzugeben – allerdings um den Preis der geringen Flexibilität. Beim Design-Build Ansatz entwickelt der Planer-Ausführer die Gesamtkosten und einen Terminplan, bevor alle Ausführungsfragestellungen im Detail bekannt sind. Dies ist eine große Herausforderung an den Anbieter und setzt eine entsprechend vertrauensvolle Beziehung zwischen den Vertragspartnern voraus. Beiden muss klar sein, dass Änderungen am Leistungsumfang, am Zeitplan und an den Kosten immer auftreten können.

Beim typischen hart umkämpften Bauauftrag oder sogar bei einer EPC-Situation konzentriert sich das Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer auf das Finanzielle und den Terminplan. Design-Build umfasst stattdessen alle Belange eines Projekts. Es gründet auf einer engen Partnerschaft des Ingenieurunternehmens mit dem Kunden und bezieht auch dessen Tätigkeiten als Bauunternehmer mit ein. Herkömmliche Lieferanten in der Bauwirtschaft machen sich im Allgemeinen keine großen Gedanken über die Beziehungen zu ihren Kunden. Ihr Ziel besteht einfach darin, eine Anlage entsprechend den festgelegten Plänen, Terminen und Kosten zu liefern. Ein echter Design-Builder schafft Vertrauen und legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit, während er gleichzeitig das Projekt mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit für seinen Kunden zum Erfolg bringt.

Der Design-Build Ansatz bietet große Vorteile bei der Lieferung von Industrieanlagen. Um aus diesen Vorzügen den größten Nutzen zu ziehen, bedarf es eines Design-Builders, der sich auf eine Unternehmenskultur als Fachplaner und auch als ausführendes Unternehmen stützen kann. Darauf lässt sich eine tragfähige Arbeitsbeziehung mit dem Kunden gründen – der Schlüssel zum Erfolg des Projekts.

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